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Warum Perfektionismus dein größter Feind ist

Perfektionismus überwinden: Warum dein erster Entwurf scheiße sein darf und wie du trotzdem ein großartiges Buch schreibst


Du sitzt vor deinem Manuskript, starrst auf den Bildschirm und plötzlich überkommt dich dieses Gefühl: „Das ist nicht gut genug. Ich muss es besser machen. Noch einmal überarbeiten. Noch einmal korrigieren.“ Stunden vergehen. Tage. Wochen. Und plötzlich merkst du: Du kommst nicht voran. du schreibst nicht, du optimierst nur.


KI generiert
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Hier ist die harte Wahrheit: Perfektionismus ist der größte Buch-Killer. Er hält dich davon ab, überhaupt anzufangen. Er lässt dich in Endlos-Schleifen feststecken. Und am Ende, wenn du Glück hast, hast du einen „perfekten“ ersten Absatz … aber kein fertiges Buch.


In diesem Artikel zeigst du dir:

  • Warum Perfektionismus dein Schreiben blockiert (und was im Gehirn dabei passiert).

  • Die „Scheiße-erlaubt“-Methode: Warum du bewusst schlecht schreiben solltest und wie das zu besseren Texten führt.

  • 3 konkrete Strategien, um Perfektionismus zu überwinden (inkl. Freewriting, Timeboxing und dem „Shitty First Draft“).

  • Wie berühmte Autor:innen wie Stephen King und Elizabeth Gilbert mit Perfektionismus umgehen.

  • Warum dein erster Entwurf nie perfekt sein muss und wie du ihn trotzdem in ein großartiges Buch verwandelst.


Am Ende wirst du nicht nur verstehen, warum du loslassen musst, sondern auch wie.


Warum Perfektionismus dich blockiert?

Was im Gehirn passiert


1. Die Angst vor Fehlern lähmt deine Kreativität

Unser Gehirn ist darauf programmiert, Fehler zu vermeiden. Das ist evolutionär sinnvoll, aber beim Schreiben wird es zum Problem. Studien der Stanford University zeigen: Perfektionist:innen aktivieren beim Schreiben den präfrontalen Cortex (den „Kritiker“ im Gehirn) stärker als den temporalen Cortex (den „kreativen“ Teil). Das Ergebnis? Du zensierst dich selbst, bevor die Ideen überhaupt fließen können. Studie


2. Der Mythos vom „genialen ersten Entwurf“

Viele Autor:innen glauben, dass große Bücher in einem Rutsch, fast fehlerfrei, entstehen. Die Realität? Jeder erste Entwurf ist scheiße. Selbst bei Bestseller-Autor:innen. Anne Lamott, Autorin von „Bird by Bird“, prägte den Begriff „Shitty First Draft“ und meint damit genau das: Der erste Entwurf ist Rohmaterial.


3. Perfektionismus ist eine Form der Prokrastination

Ja, du hast richtig gelesen. Ständiges Überarbeiten, ständiges Optimieren, das ist oft nur versteckte Prokrastination. Du vermeidest nicht das Schreiben, du vermeidest das Fertigstellen und das ist der Unterschied zwischen einem Manuskript und einem veröffentlichten Buch.


Die „Scheiße-erlaubt“-Methode: Warum du bewusst schlecht schreiben solltest


Hier kommt die gute Nachricht: Du darfst scheiße schreiben. In der Tat: Du solltest es. Warum?


1. Der erste Entwurf ist nur der Anfang

Stell dir vor, du baust ein Haus. Du würdest doch auch nicht erwarten, dass die erste Skizze schon perfekt ist! Genauso ist es beim Schreiben:

  • Erster Entwurf = Rohbau (hässlich, aber notwendig).

  • Zweiter Entwurf = Wände, Fenster, Struktur.

  • Dritter Entwurf = Feinheiten, Farbe, Leben.


2. Schlechte Entwürfe sind der Nährboden für gute Ideen

Oft kommen die besten Ideen erst, wenn du schon schreibst. Wenn du dich nicht selbst zensierst, entdeckst du:

  • Unbewusste Verbindungen (dein Unterbewusstsein liefert dir Ideen, während du schreibst).

  • Überraschende Wendungen (manchmal schreibt deine Hand Dinge, die dein Kopf nicht geplant hat).

  • Authentizität (je weniger du filterst, desto ehrlicher wird dein Text).


3. Du sparst Zeit und Nerven

Stell dir vor, du verbringst Wochen damit, einen Absatz zu perfektionieren … nur um ihn später komplett zu streichen. Das ist verschwendete Energie. Schreib stattdessen erst den ganzen Entwurf und verbessere dann.


3 Strategien, um Perfektionismus zu überwinden


1. Freewriting: Schreibe, ohne zu stoppen

Was ist das? Schreiben ohne Pause, ohne Korrektur, ohne Ziel. Einfach drauflos, egal, was rauskommt.


Wie geht’s?

  • Nimm dir 10–15 Minuten Zeit.

  • Wähle ein Thema (oder schreibe einfach „Ich weiß nicht, was ich schreiben soll, aber…“).

  • Stopp nicht. Selbst wenn du „Blablabla“ schreibst – Hauptsache, die Finger bewegen sich.


Warum es funktioniert:

  • Es überlistet deinen inneren Kritiker (der keine Chance hat, einzugreifen).

  • Es befreit deine Kreativität (weil du nicht nachdenkst, sondern einfach machst).

  • Es zeigt dir, dass Schreiben nicht perfekt sein muss, um wertvoll zu sein.


Beispiel aus der Praxis:

Eine meiner Klientinnen, eine Sachbuchautorin, steckte in einer Schreibblockade fest. Nach einer Freewriting-Session entdeckte sie plötzlich den Kern ihres Buches, in einem Satz, den sie „eigentlich nur so dahingeschrieben“ hatte.


2. Timeboxing: Schreibe gegen die Uhr

Was ist das? Du setzt dir einen festen Zeitrahmen (z. B. 20 Minuten) und schreibst ununterbrochen, egal, was passiert.


Wie geht’s?

  • Stelle einen Timer.

  • Schreibe, bis die Zeit um ist, kein Editieren und kein Zurückgehen.

  • Wenn die Zeit abgelaufen ist, hörst du auf, selbst mitten im Satz.


Warum es funktioniert:

  • Es erzeugt Druck (und Druck killt Perfektionismus).

  • Es macht Fortschritt sichtbar („Ich habe 20 Minuten geschrieben!“ statt „Ich habe nichts Fertiges“).

  • Es trainiert dich, einfach anzufangen, ohne Endlos-Vorbereitung.


Tipp: Nutze die Pomodoro-Technik (25 Minuten schreiben, 5 Minuten Pause) für noch mehr Flow.


3. Der „Shitty First Draft“: Umarme das Chaos

Was ist das? Eine Methode von Anne Lamott: Du akzeptierst, dass der erste Entwurf absichtlich schlecht sein darf.


Wie geht’s?

  1. Schreibe deinen ersten Entwurf so schnell wie möglich, ohne nachzudenken.

  2. Erlaube dir, Unsinn zu schreiben („Und dann passiert etwas Spannendes…“).

  3. Lies ihn nicht sofort durch. Lass ihn 1–2 Tage liegen.


Warum es funktioniert:

  • Es nimmt den Druck raus („Es muss nicht perfekt sein, es muss nur existieren“).

  • Es zeigt dir, dass Überarbeiten später kommt, nicht jetzt.

  • Es gibt dir Material zum Arbeiten (ein schlechter Entwurf ist besser als kein Entwurf).


Zitat von Anne Lamott:

„Perfectionism is the voice of the oppressor, the enemy of the people. It will keep you cramped and insane your whole life.“

Wie berühmte Autor:innen mit Perfektionismus umgehen


1. Stephen King: „Schreibe mit geschlossener Tür, überarbeite mit offener.“

King schreibt seine ersten Entwürfe ohne jegliche Ablenkung und überarbeitet erst später. Sein Motto: „Der erste Entwurf ist für dich. Der zweite für die Welt.“


2. Elizabeth Gilbert („Eat, Pray, Love“): „Dein Buch darf imperfect sein.“

Gilbert betont, dass kein Buch perfekt ist und das ist okay. Ihr Rat: „Schreibe, als würde niemand es je lesen. Dann überarbeite, als würde die ganze Welt es lesen.“


3. Neil Gaiman: „Erlaube dir, Mist zu schreiben.“

Gaiman, Autor von „Coraline“, sagt: „Der Trick ist, einfach weiterzumachen. Irgendwann wird es besser.“


Dein Buch verdient es, geschrieben zu werden, auch wenn der erste Entwurf scheiße ist


Hier ist die Wahrheit, die dir niemand sagt: Jeder erste Entwurf ist schlecht. Selbst bei den größten Autor:innen. Der Unterschied zwischen denen, die ein Buch veröffentlichen, und denen, die aufgeben, liegt nicht im Talent, sondern darin, dranzubleiben.


Dein Plan für die nächsten Tage:

  1. Erlaube dir, scheiße zu schreiben. Nimm dir 15 Minuten und schreibe ohne zu stoppen.

  2. Nutze Timeboxing oder Freewriting, um in den Flow zu kommen.

  3. Erinnere dich: Der erste Entwurf ist nur der Anfang. Die Magie passiert in der Überarbeitung.


Du bist nicht allein: Tausche dich mit Gleichgesinnten aus

Du kämpfst mit Perfektionismus? Du bist nicht die Einzige. In unserer geschützten Community findest du Autor:innen, die genau das Gleiche durchmachen und sich gegenseitig unterstützen.


Hier kannst du:

Erfahrungen austauschen (z. B. „Wie überwindet ihr Schreibblockaden?“).

Motivation finden (durch Gleichgesinnte, die verstehen, wie es sich anfühlt).

Tipps bekommen, die wirklich funktionieren (weil sie aus der Praxis kommen).


Werde Teil unserer Community und schreib uns eine Nachricht, dass du dabei sein möchtest. Gemeinsam schaffen wir das!

 
 
 

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