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Die Nachteile von Selfpublishing

Selfpublishing ist nicht immer ein Selbstläufer


Selfpublishing klingt verlockend: Du behältst die volle Kontrolle, kannst schnell veröffentlichen und musst niemanden um Erlaubnis fragen. Kein Wunder, dass immer mehr Autor:innen diesen Weg wählen. Doch während viele über die Vorteile von Selfpublishing sprechen, wird oft verschwiegen, dass es auch Schattenseiten gibt. Selfpublishing ist kein Selbstläufer und wer nicht vorbereitet ist, kann schnell in Fallstricke tappen.


KI geniert
KI geniert

In diesem Artikel zeige ich dir die wichtigsten Nachteile von Selfpublishing und vor allem: wie du sie vermeidest. Du wirst lernen, welche Herausforderungen auf dich zukommen, wie du professionell bleibst und wie du trotz der Hürden erfolgreich wirst. Am Ende wirst du nicht nur die Risiken kennen, sondern auch Lösungen, um sie zu umgehen.


Nachteil 1:

Du bist für alles verantwortlich und das kann überwältigend sein


Im Selfpublishing gibt es keinen Verlag, der dir Arbeit abnimmt. Du musst alles selbst machen oder bezahlen. Das umfasst:

  • Schreiben und Überarbeiten (klar, das machst du sowieso).

  • Lektorat und Korrektorat (ohne geht’s nicht!).

  • Coverdesign (ein schlechtes Cover verkauft kein Buch).

  • ISBN beantragen (sonst kannst du nicht in Buchhandlungen).

  • Formatierung für E-Book und Print (nicht so einfach, wie es klingt!).

  • Marketing und Vertrieb (ohne Werbung verkauft sich kein Buch).

  • Steuern und Buchhaltung (ja, auch das musst du regeln!).


Warum das ein Problem ist:

  • Es ist zeitaufwendig, besonders, wenn du keine Erfahrung hast.

  • Es kann teuer werden, wenn du Profis für Lektorat, Cover oder Marketing beauftragen musst.

  • Es ist einsam, du hast kein Team, das dich unterstützt.


Wie du es vermeidest:

  • Priorisiere Aufgaben, nicht alles muss perfekt sein. Konzentriere dich auf das, was wirklich wichtig ist (z. B. Lektorat und Cover).

  • Outsource, was du nicht kannst, z. B. Coverdesign oder Lektorat. Es lohnt sich, hier Geld zu investieren.

  • Nutze Tools und Vorlagen z. B. Canva für Coverdesign oder Reedsy für Lektor:innen.

  • Baue ein Netzwerk auf, tausche dich mit anderen Selfpublisher:innen aus (z. B. in Facebook-Gruppen oder auf Buchmessen).


Erinnerung:

„Du musst nicht alles allein machen, aber du musst verantwortlich sein für den Erfolg deines Buches.“


Nachteil 2: Die versteckten Kosten

Selfpublishing ist nicht kostenlos


Viele Autor:innen denken: „Selfpublishing ist kostenlos, ich lade mein Buch einfach bei Amazon hoch.“ Doch die Realität sieht anders aus. Wenn du professionell veröffentlichen willst, kommen Kosten auf dich zu und die können schnell 1.000–3.000 € oder mehr betragen.


Wo Kosten anfallen:

Kostenpunkt

Kosten (ca.)

Warum es wichtig ist

Lektorat

500–2.000 €

Ohne Lektorat wirkt dein Buch unprofessionell.

Coverdesign

100–500 €

Ein schlechtes Cover verkauft sich nicht.

ISBN

10–50 € pro Nr.

Ohne ISBN kannst du nicht in Buchhandlungen.

Marketing

200–1.000 €

Ohne Werbung findet niemand dein Buch.

Druckkosten

500–2.000 €

Falls du Print-Exemplare vorrätig haben willst.

Warum das ein Problem ist:

  • Viele Autor:innen unterschätzen die Kosten und sind dann überrascht, wenn die Rechnungen kommen.

  • Billige Lösungen wirken unprofessionell (z. B. ein selbstgemachtes Cover mit Canva).

  • Ohne Marketing verkauft sich dein Buch nicht und dann war die ganze Arbeit umsonst.


Wie du es vermeidest:

  • Plane ein Budget ein, mind. 1.000–2.000 € für Lektorat, Cover und Marketing.

  • Setze Prioritäten, lieber gutes Lektorat und Cover als teure Werbung.

  • Nutze kostenlose oder günstige Tools (z. B. Grammarly für Rechtschreibung, Canva für Cover).

  • Fange klein an, veröffentliche erst ein E-Book, bevor du in Print investierst.


Tipp:

„Ein schlecht lektoriertes Buch mit einem billigen Cover wird nicht verkauft, egal, wie gut die Geschichte ist.“


Nachteil 3: Qualitätszweifel 

„Wird mein Buch ernst genommen?“


Eines der größten Vorurteile gegen Selfpublishing ist: „Selfpublishing-Bücher sind schlecht.“ Leider stimmt das oft, weil viele Autor:innen kein Geld in Qualität investieren. Das führt dazu, dass:

  • Leser:innen skeptisch sind („Ist das Buch wirklich gut?“).

  • Buchhandlungen Selfpublishing-Bücher nicht nehmen (außer über BoD oder IngramSpark).

  • Medien seltener rezensieren (weil sie „Verlagsbücher“ bevorzugen).


Warum das ein Problem ist:

  • Dein Buch wird nicht ernst genommen, selbst wenn es gut ist.

  • Du musst härter kämpfen, um Leser:innen zu überzeugen.

  • Es dauert länger, bis du Erfolg hast (weil du erst Vertrauen aufbauen musst).


Wie du es vermeidest:

  • Investiere in Qualität, ein gutes Lektorat und Cover sind Pflicht.

  • Sammle Rezensionen, bitte Freund:innen, Blogger:innen oder Leser:innen um ehrliche Bewertungen.

  • Baue eine Marke auf, z. B. durch einen Blog, Newsletter oder Social Media.

  • Veröffentliche über Plattformen wie BoD, die mit Buchhandlungen zusammenarbeiten.


Erinnerung:

„Ein Selfpublishing-Buch ist genauso gut wie ein Verlagsbuch, wenn du in Qualität investierst.“


Nachteil 4: Marketing ist aufwendig 

ohne Werbung verkauft sich nichts


Im Selfpublishing gibt es keinen Verlag, der dein Buch bewirbt. Du musst alles selbst machen und das ist zeitaufwendig und oft frustrierend.


Was du tun musst:

  • Social Media aufbauen (Instagram, TikTok, LinkedIn, je nach Zielgruppe).

  • Newsletter erstellen (um Leser:innen direkt zu erreichen).

  • Buchblogger:innen und Rezensent:innen kontaktieren.

  • Amazon-Werbung und Facebook-Ads schalten.

  • Lesungen und Events organisieren.


Warum das ein Problem ist:

  • Viele Autor:innen haben keine Lust auf Marketing und ihr Buch verkauft sich nicht.

  • Es dauert Monate, bis man Ergebnisse sieht (Marketing ist ein Marathon, kein Sprint).

  • Ohne Budget ist es schwer, Sichtbarkeit zu bekommen.


Wie du es vermeidest:

  • Beginne früh mit Marketing, schon während du schreibst.

  • Konzentriere dich auf 1–2 Kanäle (z. B. Instagram + Newsletter).

  • Nutze kostenlose Marketing-Strategien (z. B. Gastbeiträge, Kooperationen, Mundpropaganda).

  • Plane ein Marketing-Budget ein (mind. 200–500 € für Ads und Rezensionsexemplare).


Tipp:

„Marketing ist kein Luxus, es ist Notwendigkeit. Ohne Werbung wird dein Buch nicht gefunden.“


Nachteil 5: Vertrieb ist schwierig 

Buchhandlungen nehmen Selfpublishing-Bücher oft nicht


Ein großes Problem im Selfpublishing: Buchhandlungen bestellen dein Buch oft nicht, weil sie:

  • Keine Rückgabemöglichkeit haben (wie bei Verlagen).

  • Selfpublishing-Bücher für „schlecht“ halten (Vorurteil!).

  • Lieber mit Verlagen zusammenarbeiten (weil die Marketing und Logistik übernehmen).


Warum das ein Problem ist:

  • Dein Buch ist nur online verfügbar (Amazon, Thalia etc.), aber nicht im stationären Handel.

  • Viele Leser:innen kaufen Bücher noch immer in Buchhandlungen und finden dein Buch nicht.

  • Du verlierst Glaubwürdigkeit („Wenn es nicht im Buchladen liegt, kann es nicht gut sein.“).


Wie du es vermeidest:

  • Veröffentliche über BoD (Books on Demand), sie arbeiten mit Buchhandlungen zusammen.

  • Biete Buchhandlungen an, dein Buch auf Kommission zu nehmen (d. h., sie zahlen erst, wenn sie es verkaufen).

  • Organisiere Lesungen in lokalen Buchhandlungen, so kannst du dein Buch vor Ort bekannt machen.

  • Nutze Print-on-Demand (z. B. Amazon KDP), dann müssen Buchhandlungen kein Risiko eingehen.


Erinnerung:

„Buchhandlungen sind nicht der einzige Vertriebskanal, aber sie helfen, Glaubwürdigkeit aufzubauen.“


Nachteil 6: Finanzielle Risiken 

du trägst das gesamte unternehmerische Risiko


Im Selfpublishing bist du selbstständig und das bedeutet:

  • Du musst Steuern zahlen ( Einkommensteuer).

  • Du haftest für alles selbst (z. B. wenn es Probleme mit der ISBN oder dem Druck gibt).

  • Du trägst das finanzielle Risiko (wenn dein Buch sich nicht verkauft, verlierst du das investierte Geld).


Warum das ein Problem ist:

  • Viele Autor:innen verdienen kein Geld mit ihrem ersten Buch, weil sie nicht genug verkaufen.

  • Wenn du Pech hast, verlierst du Geld (z. B. für Lektorat oder Marketing).

  • Du musst dich um Bürokratie kümmern (Rechnungen, Steuern, Gewerbeanmeldung).


Wie du es vermeidest:

  • Starte mit einem kleinen Budget, teste erst ein E-Book, bevor du in Print investierst.

  • Nutze Print-on-Demand (keine Lagerkosten, kein Risiko).

  • Informiere dich über Steuern (z. B. Umsatzsteuer für Bücher in Deutschland: 7 %).

  • Fang klein an, veröffentliche erst eine Kurzgeschichte oder einen Ratgeber, bevor du ein ganzes Buch rausbringst.


Tipp:

„Selfpublishing ist kein ‚Passive Income‘, es ist ein Business. Behandle es wie eines.“


Nachteil 7: Einsamkeit und Selbstzweifel 

du bist auf dich allein gestellt


Im Selfpublishing gibt es kein Team, das dich unterstützt. Du musst:

  • Motiviert bleiben (auch wenn die Verkäufe langsam starten).

  • Selbstzweifel überwinden („Ist mein Buch wirklich gut genug?“).

  • Alles selbst organisieren (von der ISBN bis zur Steuern).


Warum das ein Problem ist:

  • Viele Autor:innen geben auf, weil sie keine Unterstützung haben.

  • Selbstzweifel können lähmen („Was, wenn niemand mein Buch kauft?“).

  • Es ist schwer, dranzubleiben, wenn man allein arbeitet.


Wie du es vermeidest:

  • Baue ein Netzwerk auf, tausche dich mit anderen Selfpublisher:innen aus (z. B. in Facebook-Gruppen oder auf Buchmessen).

  • Such dir eine Mentor:in oder Coach, jemand, der dich motiviert und berät.

  • Feiere kleine Erfolge (z. B. „Mein Buch ist fertig!“, „Die erste Rezension ist da!“).

  • Erinnere dich an dein „Warum“, warum schreibst du dieses Buch? (Das hilft in schwierigen Phasen.)


Erinnerung:

„Jede:r erfolgreiche Selfpublisher:in hat Anfangsprobleme gehabt, aber sie haben drangeblieben.“


Selfpublishing bietet Freiheit, Kontrolle und die Chance, dein Buch genau so zu veröffentlichen, wie du es dir vorstellst, doch es ist kein einfacher Weg. Die Nachteile, die wir in diesem Artikel besprochen haben, zeigen: Ohne Vorbereitung, Budget und Durchhaltevermögen wird es schwer, erfolgreich zu sein. Doch das Gute ist: Jede dieser Hürden lässt sich überwinden, wenn du weißt, worauf du achten musst und wie du professionell vorgehst.

 
 
 

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