Halden - die Berge des Ruhrgebiets

Aktualisiert: 14. Juni 2021

Die Bahntrassen, auf denen zu Hochzeiten der Industrie ein Großteil der Rohstoffe und Güter transportiert wurde, wurden inzwischen zu gut ausgebauten Radwegen umfunktioniert. Der Kurs verläuft fern vom (Straßen-)Verkehr entlang dieser Trassen und versetzt Euch für ein paar Stunden zurück in die Vergangenheit.



Wo früher Eisenbahnen Rohstoffe in die Fabriken brachten und die fertig produzierten Waren raus in die Welt lieferten, erfreuen sich heute Radfahrer an bestens ausgebauten Radwegen ohne störenden Straßenverkehr. Die Rede ist von den alten Bahntrassen, die im Zuge der Deindustrialisierung zu außergewöhnlich guten Radwegen umfunktioniert wurden.


Bei schlechten Wetter eignen sich die Fahrradwege für wundervolle Wanderungen. Wie hier gestartet sind wir in Bochum an der Jahrhunderthalle über den Aussichtspunkt Halde Rhein Elbe in Gelsenkirchen bis nach Essen zur Zeche Zollverein. Die Strecke führt keinen Meter an der Straße entlang, nur grün, fester Weg, kaum Steigungen und viele schöne Aussichten.


Was sind eigentlich Halden?

Im Ruhrgebiet erzählen über 250 ihrer Art die Geschichte von Bergbau und Industrialisierung. Die bis zu 140 Meter hohen, künstlich aufgeworfenen "neuen Berge", die durch Aufschüttung von Abraum, Schlacke und Bauschutt, also "Abfallprodukten" des Bergbaus, entstanden, haben die Region nachhaltig verändert. Viele Halden wurden umgestaltet und renaturiert. So wurden sie fit für die Zukunft gemacht und zum Raum für neue Nutzungen und Perspektiven.

Halde Rheinelbe - die Halde mit Himmelsleiter


Ineinander verwobene Wege führen Euch entspannt dem Gipfel der Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen entgegen. Nachdem Ihr durch den unteren grün bewaldeten Teil der Halde spaziert seid, nähert Ihr Euch dem unbewaldeten Haldendach und seht schon von weitem den Höhepunkt: Die 10 Meter hohe „Himmelstreppe“. Das von Hermann Prigann errichtete Kunstwerk besteht aus aufeinandergestapelten Betonblöcken, die teilweise bunt besprüht sind. Auch am Fuß der Halde findet Ihr weitere Kunstwerke. Unter dem Namen „Skulpturenwald“ installierte Prigann hier Gebilde, die nicht mehr benötigtes industrielles mit natürlichem Material kombinieren.






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